Wissen
Was ist der CSI?
JULIA WUESEKE |

Stress ist eine physische Reaktion, die uns beim Überleben hilft. Wenn wir physischem oder mentalem Stress gegenüberstehen, schaltet unser Körper in einen „Kampf oder Flucht“-Modus.  

Unser autonomes Nervensystem (ANS) übernimmt die Kontrolle, genauer gesagt der sympathische Teil. Der Sympathikus ist bei Stress aktiv, um uns für die verschiedenen Alltagssituation zu wappnen: Verschiedene Hormone und Transmitter werden freigesetzt, wodurch sich Herzfrequenz und Blutdruck erhöhen. Die HRV wird als Folge daraus niedriger und das Blut wird an die Körperregionen geleitet, wo es am meisten gebraucht wird, wie z.B. in die Muskeln.

Stress kann sowohl durch mentale als auch körperliche Überlastung entstehen. Eine physiologische Stressreaktion kann durch interne (z.B. mentale Belastung, Ermüdung, Schmerz oder Fieber), externe (z.B. Alkohol, physische Belastung oder Hitze), oder psychologische/soziale Faktoren (z.B. Angstzustände, Druck oder Arbeitsstress) ausgelöst werden.

Doch woher weiß ich, dass mein Stresslevel auf Alltagssituationen zurückzuführen ist und ungefährlich ist und ab wann weiß ich, dass mein Stresslevel meinem Körper zunehmend schadet bzw. sich bereits in einem veränderten Herzrhythmus niederschlägt?

Mit dem cardioscan Modul lässt sich der Cardio-Stress-Index (CSI) bestimmen. Er zeigt die aktuelle Stressbelastung des Herzens. Zurückzuführen ist der CSI auf die Herzratenvariabilität. Je variabler die Abstände der einzelnen Herzschläge sind, desto geringer ist der Cardio- Stress-Index. Das heißt, Variabilität ist gut! Wenn das Herz sehr getaktet schlägt, hat es an Variabilität verloren. Es kann somit nicht mehr adäquat auf innere und äußere Belastungen reagieren (mehr Informationen zum Thema HRV findet ihr in unserem Blogartikel: Was ist HRV?). Zu erkennen sind diese Belastungen im cardioscan Modul einerseits im Elektrocardioportrait, dem sogenannten „Stressdeckel“ und andererseits durch einen erhöhten CSI.

Ein CSI von 0 – 25% lässt auf einen entspannten Zustand schließen, das Herz schlägt ruhig und flexibel und kann sich in Stresssituationen gut anpassen. Ein CSI von 25 – 50% ist erhöht und kann auf kurzfristige Situationen zurückzuführen sein, wie die Messung selbst, oder einen Kaffee zuvor. Ab einem CSI von 81 sollte man sich im Training nicht maximal anstrengen und nach 4 Wochen erneut einen Herz- und Stresstest durchführen. Liegt der CSI beim Re-Check immer noch über 80%, sollte ggf. über eine ärtzliche Abklärung nachgedacht werden.

Das könnte Sie auch interessieren:

Diagnostik

Hoher CSI als Indiz für Burnout und Depressionen?
HANNA PRIEBE |

Andauernder Stress kann der Gesundheit schaden. Die Folge: es können Depressionen oder ein Burnout auftreten.

Mehr Lesen

Wissen

Was ist dieHerzratenvariabilität
JULIA WOMELSDORF |

Die Herzratenvariabilität, kurz HRV, ist mittlerweile in aller Munde, zumindest bei denjenigen, die sich für Training, Ernährung, Regeneration oder die allgemeine Gesundheit interessieren.

Mehr Lesen

Neuigkeiten

Wie wichtig ist die Ruheherzfrequenz für das Trainingsziel?
JULIA WOMELSDORF |

Unser Headcoach Tim beantwortet in unserer neuen Vlog Content-Reihe "Tim's Tutorial" eure Fragen und klärt Mythen auf.
Heute: "Wie wichtig ist die Ruheherzfrequenz für das Trainingsziel?"

Mehr Lesen