Wissen
Was ist dieHerzratenvariabilität
JULIA WOMELSDORF |

Die Herzratenvariabilität, kurz HRV, ist mittlerweile in aller Munde, zumindest bei denjenigen, die sich für Training, Ernährung, Regeneration oder die allgemeine Gesundheit interessieren.

Das Wissen über die eigene HRV ist ein wichtiges Werkzeug, um seinen Lebensstil gesünder zu gestalten.

Was ist die HRV genau?

Die Herzratenvariabilität (HRV) ist der Wert, welcher durch den Abstand zwischen zwei Herzschlägen, genauer gesagt von R- zu R-Zacke in einem EKG, beschrieben wird. Die HRV gibt somit die Variation des Zeitabstands zwischen aufeinanderfolgenden Herzschlägen in Millisekunden an. Sie ist ein Indikator dafür, wie gut das Herz auf innere und äußere Umwelteinflüsse, die auf den Organismus einwirken, reagieren kann. Ein gesundes Herz schlägt nicht gleichmäßig wie ein Uhrwerk. Es passt sich belastungsabhängig laufend an die wechselnden Anforderungen an und ist somit variabel.

Wenn die Zeit in Millisekunden zwischen den Herzschlägen betrachtet wird, gibt es dort eine stetige Variation. Im Allgemeinen ist dies nicht unbedingt spürbar. Denn es ist nicht dasselbe wie der steigende und sinkende Puls (in Schlägen pro Minute). Du kannst eine Idee von deiner HRV erhalten, wenn du deinen Puls fühlst und ein paar tiefe Atemzüge machst: Beim Ausatmen, werden die Intervalle zwischen den Schlägen länger (der Puls verlangsamt sich) und beim Einatmen kürzer (der Puls wird schneller). Eine ausreichende Herzratenvariabilität ist daher ein Hinweis für ein gesundes Herz.  

Herzratenvariabilität

Über das cardioscan Modul wird die HRV gemessen. Sie wird durch das autonome Nervensystem (ANS) bzw. über den Sympathikus und Parasympathikus reguliert und ergibt sich auf Basis eines 6-Kanal Ruhe-EKGs.

Der Sympathikus ist bei Stress aktiv und hilft uns dabei, leistungsfähig zu sein, um die verschiedenen Alltagssituationen zu meistern. Dieser Teil des autonomen Nervensystems setzt Stresshormone frei, erhöht die Herzfrequenz und den Blutdruck und verringert die HRV. Der Parasympathikus erlaubt dem Körper im Anschluss an die Anstrengung zu relaxen. Die Herzfrequenz wird verringert und die HRV erhöht. Dieses natürliche Zusammenspiel von Sympathikus und Parasympathikus erlaubt dem Herzen, sich schnell an verschiedenste Situationen anzupassen.

Das cardioscan Modul verdeutlicht, zu welchem Zeitpunkt die höchste Leistungsfähigkeit einer Person vorliegt und untersucht, welche Faktoren (Schlafmangel, Infekte, Übertraining, psychischer Stress, etc.) die Herzratenvariabilität positiv oder negativ beeinflussen. Das Modul ist besonders geeignet in den Bereichen Personaltraining, Spitzensport sowie bei der engen Betreuung ambitionierter Athleten.

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