Ernährung
Warum viszerales Fett ungesund ist
MARC WEITL |

Zu viel Bauchfett ist nicht nur für viele unästhetisch. Das viszerale Bauchfett birgt hohe gesundheitliche Risiken. Wir sagen daher nicht nur dem ungewünschten Rettungsring adé, sondern wollen uns auch von dem inneren Bauchfett verabschieden!

Im Körper gibt es zwei Arten von Fettgewebe: Das subkutane und das viszerale Fett. Das subkutane Fett ist äußerlich beispielsweise an Hüft- und Po-Pölsterchen sichtbar und bildet zudem auch das Unterhautfettgewebe ab. Seine Funktion ist in erster Linie Energie für schlechte Zeiten zu speichern und unseren Körper warm zu halten.

Das viszerale Fett beschreibt, dass Fett in der Bauchhöhle, welches sich um die Organe legt. Es wird auch intraabdominales Fett genannt. Früher hatte es die Aufgabe, Energiereserven zu lagern, sollte es mal an Nahrung fehlen.

Dürreperioden und Nahrungsmangel sind aber häufig kein Problem der westlichen Weltbevölkerung mehr. Für uns ist Nahrung ausreichend vorhanden. Der Körper funktioniert jedoch noch wie in den Zeiten, als das Essen unter Umständen knapp wurde. Also lagert er auch heute noch Fett im Bauchinneren ein, um auf harte Zeiten vorbereitet zu sein. In gemäßigten Mengen ist das auch normal und gesund.

Warum zu viel Bauchfett ungesund ist

Zu viel viszerales Bauchfett ist schädlich. Das im Bauchinneren eingelagerte Fett ist nämlich sehr stoffwechselaktiv.  Das Viszeralfett setzt Fettsäuren frei, sondert entzündungsfördernde Botenstoffe ab und schüttet Hormone aus. Organe wie die Leber oder die Bauchspeicheldrüse können in ihrer Arbeit beeinträchtigt werden. Dies alles kann ein erhöhtes Risiko für chronische Erkrankungen mit sich bringen.

Die Folgen: der Blutdruck und die Blutfettwerte können sich erhöhen und der Blutzuckerspiegel verschiebt sich in einen ungesunden Bereich. All das fördert kurzfristig Erkrankungen wie Diabetes, Übergewicht, Bluthochdruck und Fettstoffwechselstörungen - im Volksmund als "tödliches Quartett“ bezeichnet. Unter Medizinern gilt es als metabolisches Syndrom.

Langfristig können sogar Herzinfarkte, Schlaganfälle oder das Erkranken an bestimmten Krebsarten schwerwiegende Folgen sein.

Woher das ungesunde Bauchfett kommt

Das viszerale Bauchfett kann verschiedenste Ursachen haben. Eine der möglichen Ursachen ist Stress. Denn für unseren Körper ist Stress ein Signal für Not und Überleben. Der Körper reagiert, in dem er möglichst viel Fett anhäuft, um in den schlechten Zeiten davon zu zehren. Aber auch eine ungesunde Lebensweise, die sich in zu wenig Sport und schlechter Ernährung wiederspiegelt,  kann zu einem erhöhten Anteil des ungesunden Bauchfetts führen.

Ein erstes Wahnsignal für zu viel viszerales Fett ist der Taillenumfang. Ist sie zu umfangreich, deutet das auf Fettdepots im Bauchraum und an den inneren Organen hin.

 

Der Bauchumfang als erster Warnhinweis

Laut WHO ist der Normalwert bei Frauen ein Taillenumfang von bis zu 80 Zentimetern. Bei Männern sind bis zu 94 Zentimeter noch Normbereich. Umfasst die Taille bei Frauen bis zu 88 Zentimetern und bei Männern bis zu 102 Zentimetern, spricht man von Übergewicht. Alles, was darüber hinausgeht, wird als Adipositas, als Fettleibigkeit, bezeichnet. Diese Richtwerte sind jedoch sehr ungenau. Wirklich Aufschluss geben nur detaillierte medizinische Testings, die mittlerweile in jedem guten gesundheitsorientierten Fitnessstudio durchgeführt werden.

Stoffwechselanalyse hilft bei der Fettreduktion

Mit cardioscan kannst du dem ungesunden viszeralen Fett in der Bauchhöhle den Kampf ansagen. Ein vicoach-Trainings- und Ernährungsplan, der auf einer individuellen Stoffwechselanalyse und einem Herz-Stress-Check beruht, schafft Abhilfe. Mehrere Faktoren können dazu beitragen, das schlechte Fett der Körpermitte zu verringern:

  • Ausdauersport gemischt mit Übungen wie Burpees oder Situps
  • Gesunde Ernährung wie die Aufnahme von löslichen Ballaststoffen, reduzierter Alkoholkonsum und proteinreiche und zuckerarme Lebensmittel
  • Ausreichend Schlaf und gute Nachtruhe
  • Die Reduktion von Stress

Wichtig: Jeder Mensch ist anders! In welchem Verhältnis Ausdauer- und Krafttraining stehen und welche Nahrungsmittel vermieden bzw. aufgenommen werden sollten – das kann erst eine gezielte individuelle Analyse verraten. Auch hier lohnt sich ein Test in einem guten Fitnessstudio mit gesundheitsmedizinischer Ausprägung.

Eine wichtige Erkenntnis lässt uns beim Kampf gegen das ungesunde Fett aufatmen: Das Bauchfett bildet man leider sehr schnell, doch wird man es auch genauso schnell wieder los. Dadurch dass es sehr stoffwechselaktiv ist, baut der Körper bei der Fettreduktion, dieses Fett als erstes ab, wenn es Energie benötigt.

Übrigens: Wer einen der begehrten Six-Packs unter dem Hemd haben möchte, muss einen Körperfettanteil von unter 14 Prozent aufweisen. Erst dann tritt der Musculus rectus abdominis sichtbar hervor. Wer dieses ehrgeizige Ziel nicht erreicht, braucht sich allerdings keine Sorgen zu machen: Für die Gesundheit ist ein normal ausgeprägter Bauch vollkommen ausreichend.

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