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Stressige Zeiten, oder? Dagegen gibt es ein Mittel: Sport. Auch, wenn der einem tatsächlich erst mal selbst Stress macht.

Ach, Kinners, Weihnachten! Isses nicht schön? Diese Lichter allüberall, der Geruch von Lebkuchen, freundliche Menschen und Frieden auf Erden…
Oh. Sorry. Wir haben uns gerade in unseren Tagträumen davontragen lassen. Die Wahrheit ist natürlich eine andere: Kaum eine Zeit im Jahr verursacht so viel inneren Aufruhr bei uns Menschen der westlichen Welt, und das auch, wenn zufällig nicht gerade eine Pandemie die Welt regiert. Warum? Weil wir alle das oben beschriebene Bild in uns tragen. Und das nie stimmt. Und es trotzdem ein sackvoll Arbeit ist, so zu tun, als ob. Was für ein Stress.
Aber was passiert eigentlich bei diesem Stress? Und wie wird man ihn los? Tja. Um das herauszufinden, gibt es exakt zwei Möglichkeiten. Ihr könntet Euch auf Youtube anschauen, wie Otto Waalkes in den 1970ern ziemlich genial die Wechselwirkungen im menschlichen Körper in einer Stresssituation dargestellt hat. Oder Ihr lest diesen Text bis zum Ende, dann wisst Ihr es ein bisschen genauer.
Stress ist zunächst einmal eine ganz natürliche Reaktion auf eine Belastungssituation. In uns verläuft vom Hypothalamus über die Hypopyhse bis zu den Nebennieren eine Hormonachse (heißt echt so), und die wird zur Stressachse, wenn’s brennt. Dann werden innerhalb Sekunden hohe Mengen an Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol aus der Nebennierenrinde ins Blut ausgeschüttet. Warum? Na ja: Weil der Körper kurzfristig zu Höchstleistungen befähigt wird. Blutzuckerspiegel und Blutdruck steigen, der Puls schlägt schneller, alle Sinne sind aktiviert. Hat der Körper schlau eingerichtet, und zwar schon zu Zeiten, als man in der Steinzeit schon kurz nach dem Frühstück vor dem legendären Säbelzahntiger fliehen musste. Ist aber stresstechnisch dasselbe Prinzip wie bei Otto und der potenziellen Kneipenschlägerei.
Die Sache ist nur: Irgendwie sind sehr viele von uns dauergestresst, der Adrenalin- und Cortisolspiegel im Blut bleibt dann permanent hoch. Schlecht, ganz schlecht: Der gesamte Organismus steht unter Dauerspannung und kommt schlimmstenfalls nicht mehr zur Ruhe. Die Folgen bekommen wir unmittelbar zu spüren: Wir schlafen schlechter, sind unkonzentrierter und fühlen uns angespannt und erschöpft. Viele laufen Gefahr, in eine Depression oder einen Burnout zu rutschen. Und das ist nicht mal das Schlimmste: Unter Dauerbelastung wird das Immunsystem geschwächt, der Stoffwechsel- und Hormonhaushalt kommen durcheinander, und das befördert Infekte, Entzündungen, Herzinfarkte, Schlaganfälle und am Ende auch Diabetes und Krebs.
Okay, genug Angst gemacht – es gibt ja ein probates Mittel dafür, die Stresshormone wieder abzubauen und stressabbauende Hormone hochzufahren. Denn Sport und Bewegung sind für diese Aufgabe perfekt gemacht.
Moment, werdet ihr sagen: Setzt Sport den Körper nicht auch unter Stress?
Guter Einwand. Und der stimmt. Vor allen Dingen, wenn euer Sport auf Leistung getrimmt ist. Da ist man zumeist in der anaeroben Zone unterwegs – soll heißen: euer Körper powert sich aus, schüttet Laktat aus und erschöpft ziemlich schnell. Ist aber nicht verkehrt, denn auch dann werden Hormone ausgeschüttet, ein Trainingseffekt erzielt, die Leistungsfähigkeit gesteigert. Aerobes Training – also eines, bei dem ihr ausreichend Luft bekommt, euch noch mit jemandem zu unterhalten – aber ist die entspannte Schwester davon. Das passiert bei gleichmäßigen Bewegungen, bei denen ein Gefühl des Flow entsteht, zum Beispiel Nordic Walking, Laufen, Radfahren oder Schwimmen –das Gehirn liebt Rhythmus und eine Gleichförmigkeit, dann entspannt es sich.
Die ist unglaublich individuell und dank eurer Körperdaten können eure Herzfrequenzen für alle Trainingsziele oder auch das Ziel der Regeneration ermittelt werden.
Am schnellsten funktioniert dies mit der Messung eurer Körperdaten auf dem mescan. Binnen weniger Sekunden erhaltet ihr viele wichtige Daten eures Körpers. Unter anderem auch, wie hoch das Stresslevel ist und welches Training, für dich gerade das richtige wäre. Das Wichtigste dazu aber ist, dass ihr diese Daten auch „entschlüsselt“ bekommt. Nämlich in Form von Empfehlungen für eure ganz individuellen Ziele und Voraussetzungen. Dazu übertragt ihr ganz einfach mit einen QR Code die ermittelten Daten des Screenings in die vicoach App. Hier habt ihr zum Einen einen idealen Überblick über alle Ergebnisse und bekommt digital aufbereitet alle Empfehlungen für euren idealen Trainingsplan.
Und mit genau diesen Empfehlungen gelingt es, mit jedem regelmäßigen Training mehr, dass der Körper nach Anstrengung wieder in den „Normalzustand“ kommt.
Was beim Sport tatsächlich passiert, ist folgendes: Es gelangt vermehrt Sauerstoff in unsere Zellen. Der Stoffwechsel kommt in Fahrt. Während Blutzucker, Blutfette und eben auch der Stresshormonpegel sinken, steigt die Produktion der drei Glücks-Moleküle des Körpers: Endorphine, Endocannabinoide und Serotonin. Endorphine sind körpereigene Morphine, die in der Hirnanhangsdrüse, der Hypophyse, gebildet werden und schmerzlindernd und gleichzeitig stressmindernd wirken. Endocannabinoide versetzen den Körper in eine Art Rausch und lindern ebenfalls Schmerzen sowie Angst. Serotonin, der berühmte Glücks-Neurotransmitter, entsteht hauptsächlich im Magen-Darm-Trakt und hellt die Stimmung auf. Das Verlangen nach Kohlenhydraten sinkt, der Schlafzyklus wird reguliert, genau wie die Verdauung, soziales Verhalten, Appetit, Gedächtnis und Sexualität.
Ob aerob oder anaerob: Bewegung muss sich gut anfühlen. Ob ihr euch also vor dem Weihnachtsbraten mit eurem reaktionären Onkel lieber eine Stunde gemütlich aufs Rad begebt oder HIIT in der Muckibude macht – euer Körper wird es euch sagen, am besten durch einen Check mit dem mescan. Wenn ihr brav auf ihn hört, wird Weihnachten vielleicht doch einigermaßen stressfrei.